SPD-Landratskandidatin Anita Schneider unterstützt die Bürgerinitiative Horloffbahntal

Lokalpolitik


SPD-Landratskandidatin Anita Schneider unterstützt die Bürgerinitiative Horloffbahntal. Der Erhalt der Strecke Hungen – Wölfersheim ist für die Entwicklung der Region unverzichtbar.

An einer Informationsveranstaltung zum Thema die Zukunft des Hungener Bahnhofs und der Strecke Hungen – Wölfersheim nahmen interessierte Bürger, Vertreter der BI Horlofftalbahn sowie Vertreter der Hungener Stadtverordnetenversammlung teil. Zu der von SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Gerhard Rupp moderierten Veranstaltung war auch Landratskandidatin Anita Schneider gekommen. Die Stadtverordnete des Hungener Stadtverordnetenversammlung, Elke Högy, stellte zunächst die Planungen zu den Sanierungs- und Umbauplänen des Bahnhofsgebäude Hungen vor.
Hierbei sind folgende Punkte ausschlaggebend für die Planung:
1. Nutzerfreundlichkeit/Serviceangebote
Ausbau resp. Komplettierung des Bahnhofs zu einem zeitgemäßen, benutzerfreundlichen Haltepunkt mit den dazugehörigen Infrastruktur- und Serviceeinrichtungen, wie Bike+Ride- Station mit Verleih, Service, Reparatur und Pflege, sowie Fahrradunterstellplätze, (Behinderten-)WC-Anlage im Erdgeschoss
2. Attraktivitätssteigerung für Berufspendler im Erdgeschoss

  • Erweiterung des bestehenden Park+Ride- Platzes
  • Flächenangebote für „Pendlerbedarf“
  • Service Store mit Zeitschriften
  • Reisebüro mit Servicepunkt VGO
  • Bistro
  • Wartesaal und Aufenthaltsraum
  • Bürgerbüro der Stadtverwaltung

3. Bahnhofsumfeld

  • Ausbildung eines Bahnhofsvorplatzes, Erzeugung von Aufenthaltsqualität durch Ansiedlung geeigneter Nutzungen
  • Angebot von Übernachtungsmöglichkeiten
  • 1. Obergeschoss - Gastronomie mit Außenbewirtung / Dachgeschoss - Übernachtungsmöglichkeiten

4. Anbindung von Freibad, Seniorenwohnheim und Gesamtschule – Am Bahndamm
Einbeziehung der bisher „vernachlässigten“ Nordseite (Am Bahndamm) durch Verbindung mittels Fußgängerunterführung, Erweiterung des P+R- Angebotes durch Stellplatzangebote an der Raiffeisen Straße.

Diese Angebote seien im Hinblick auf den, vor kurzem erfolgten Anschluss an den Vulkanradwanderweg eine gute Investition.
Ein weiteres Thema der Veranstaltung war die Streckenreaktivierung Hungen – Wölfersheim/Södel. Dieser Streckenabschnitt wurde 2003 stillgelegt. Mit einem entsprechenden Vertrag zwischen der DB Netz AG und dem ZOV wurde eine Infrastruktursicherung des Schienenabschnittes vereinbart. Dieser Infrastruktursicherungsvertrag wurde durch den ZOV-Verbandsvorstand 2007 - ohne vorherige Rücksprache mit den Vertragspartnern Wölfersheim, Hungen, Landkreis Gießen und Wetteraukreis gekündigt. Aufgrund der Aktivitäten der Bürgerinitiative Horlofftalbahn, Bündnis 90/ Die Grünen sowie dem SPD-Ortsverein Hungen konnte die Entwidmung der Strecke zum 31.12. 2008 verhindert werden. Nun gelte es mit der Bahn über einen entsprechenden Kaufpreis zu verhandeln, um die Reaktivierung der Bahnstrecke einen weiteren Schritt nach vorne zu bewegen.

Landratskandidatin Anita Schneider zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Bürgerinitiative. „Dieses jahrelange Engagement habe es erst ermöglicht, dass eine endgültige Stillegung der Strecke verhindert werden konnte und nun konkret Verhandlungen mit der DB geführt werden, um den Streckenabschnitt für den Bahnverkehr zu erhalten. Landrat Willi Marx habe sich massiv in diesen Prozess eingeschaltet und Elke Högy, Mitglied im Kreisausschuss, mit den Verhandlungen mit der DB beauftragt. „Ich halte die Aktivierung der Bahnstrecke für den einzig richtigen Weg, sowohl unter ökologischen Gesichtspunkten, als auch für die positive Entwicklung der Region. „Die Region Hungen darf nicht vom Speckgürtel Frankfurt/Main abgekoppelt werden“, bestätigt Schneider den Anwesenden. Die Wiedereröffnung der Bahnstrecke von Hungen nach Wölfersheim sei eine zentrale Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit des Wohn-, Gewerbe- und Tourismusstandortes Hungen, so Schneider weiter. Als Landrätin werde sie sich, ebenso wie Landrat Willi Marx, dafür einsetzen, dass für die Reaktivierung der Streckeninfrastruktur auch entsprechende Förderprogramme des Bundes und des Landes zum Tragen kommen.

 
 

WebsoziCMS 2.9.9 - 093176 -